Gebrauchtwagen von A-Z

Gebrauchtwagen gibt es wie Sand am Meer. Aber welchen nehmen? Bei der Entscheidung fÜr ein Fahrzeug sollte nicht die Optik im Vordergrund stehen, sondern auch Zuverlässigkeit und die möglichen Folgekosten. Einen guten Überblick Über 185 Fahrzeugtypen bietet der AutoBild TÜV Auto-Report, in dem Mängel und Stärken der Autos festgehalten sind. Das Heft gibt es beim Kiosk fÜr 3,90 Euro oder Ihrer TÜV-STATION.

Wir haben einige Fahrzeuge zusammengestellt, die im Test gut abgeschnitten haben und erschwinglich in der Anschaffung sind. Dabei haben wir das Hauptaugenmerk auf kleinere Autos gelegt, einen Aston Martin werden Sie hier nicht finden. Diese Rubrik werden wir ständig erweitern.


Audi A2: Noble Technik fast ohne Fehler

An seinem Design scheiden sich die Geister, aber der Audi A2 ist ein High-Tech-Mobil, fast ohne Beanstandungen beim TÜV. Er bietet eine leichte und rostresistente Alu-Karosserie, viel Platz auf engem Raum und gÜnstigen Verbrauch, besonders bei den drei Dieseln, die es mit 61, 75 und 90 PS gibt. Die Preise sind aber noch recht deftig: unter 6500 Euro ist ein A2 aus dem Jahr 2000 kaum zu bekommen.

Ärger macht den TÜV-Gutachtern zufolge manchmal das (optionale) Glasdach (Open Sky), das Steuergerät samt Lichtmaschine und das automatisierte Getriebe im so genannten 3-Liter TDI. Der ist zwar extrem sparsam, aber auch nicht billig. Ölverlust ist fast nie ein Thema, der kleinste Audi ist also eine Empfehlung wert.


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Audi A3: Je oller desto doller

Der Audi A3 schneidet im jungen Alter nur durchschnittlich bei der Hauptuntersuchung ab. Seine Langzeitqualitäten beweist er im zunehmenden Alter, wo er vom TÜV weit besser als die Masse beurteilt wird. Unter dem Blech steckt die Technik aus dem Golf IV, dafÜr hat der Audi innen die noblere Ausstattung bekommen. Inzwischen gibt es Modelle von 1997 fÜr rund 4000 Euro, ab diesem Zeitraum wurden auch Seitenairbags verbaut. Am häufigsten am Markt anzutreffen sind die TDI-Motoren mit 90 und 110 PS, der S3 bringt es sogar auf 224 PS, auch einen Allradantrieb gibt es teilweise.

Bei den Dieselmotoren mÜssen die Halter peinlich genau auf den rechtzeitigen Wechsel des Zahnriemens achten. Wenn er reißt, ist ein kapitaler Motorschaden vorprogrammiert und es wird richtig teuer. Außerdem fallen die oft mangelhafte Instrumenten-Beleuchtung und streikende Fensterheber auf. Auch der Bremsenverschleiß ist hoch. Bei älteren Modellen wackeln auch häufiger die Sitzlehnen. Insgesamt ist der A3 aber eine Empfehlung wert, er bietet zeitloses Design und ausreichend Platz.


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Audi A4: Wenig Grund zur Klage

Der Audi A4 (Typ 8E ab Baujahr 2000) hat die Schwächen des Vorgängers weitgehend abgelegt und was die Innenraumgestaltung in dieser Klasse angeht, sogar die Konkurrenz abgehängt. Eine grundsolide Limousine mit Premium-Touch, die ab 8000 Euro zu haben ist. DafÜr bekommt man ein sportlich abgestimmtes Auto, das nur hinten etwas eng ist. Mehr Platz bietet der Kombi Avant, der aber auch teurer gehandelt wird. Motoren gibt es von 100 bis 420 PS (RS4), wobei die Allradmodelle (quattro) noch härter gefedert sind, als die Fronttriebler. Die Sicherheitsausstattung ist mit ABS, ESP und sechs Airbags komplett. Ärger machen die CVT-Automatik Multitronic und gelegentlich auch Teile der TDI-Motoren. Die Achsprobleme des Vorgängers hat der A4 abgelegt.


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Audi A6: Erschwinglicher Luxus

Einen alten Audi A6 der Baureihe 4B (bis 2004) ist bereits ab 3500 Euro zu haben. DafÜr bietet er reichlich Platz, gute Verarbeitung und Oberklasse-Feeling, ohne dass die Fehler Überhand nehmen. Gern genommen werden die kräftigen TDI-Motoren, die allerdings zwei Schwächen haben: Der Luftmassenmesser streikt gern und oft und der Zahnriemenwechsel ist extrem kostspielig. Wird er nicht termingerecht erledigt kann das zu kapitalen Motorschäden fÜhren. Wer nicht allzu viel fährt, ist auch mit einem Benziner gut bedient, der im Unterhalt billiger ist.

Das TÜV-Urteil fÜr den A6 fällt gut aus. Gelegentlich werden ausgeschlagene Spurstangen und defekte Antriebswellen bemängelt, auch die Bremsschläuche sind nicht immer in Ordnung. Bei älteren Exemplaren ist das Lenkungsspiel oft zu groß. Insgesamt aber ist der A6 eine gute Wahl.


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BMW 1er: GÜteklasse eins

Der kleinste BMW macht viel Freude beim Fahren, auch der TÜV sieht ihn gern zu Hauptuntersuchung. Doch wer den kleinen Bayer kaufen möchte, muss mindestens 11.000 Euro fÜr ein 2004er-Modell hinblättern. Nicht wenig fÜr ein Kompaktauto, das zwar sportlich fährt wie kaum ein anderes, dafÜr aber wenig Platz hat und bis zum Facelift 2007 auch nicht mit Premiumqualität bei der Inneneinrichtung glänzte. Selbst der schwächste 1er hat schon 115 PS, fÜr viele Fahranfänger schlicht zu viel und zu teuer. Es gibt den 1er als FÜnftÜrer, DreitÜrer, Coup? und Cabrio, Auswahl ist also garantiert.

Käufer des kleinen BMW bemängeln gelegentliches Knacken aus dem Armaturenträger, ansonsten gibt es kaum klagen. Und auch der TÜV ist zufrieden. Lediglich erhöhtes Lenkspiel wird manchmal beklagt. Deshalb gilt hier: Der 1er ist teuer, aber sein Geld wert.


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Citroen C2: Knick in der HÜfte

Citroen hat es sich beim C2 einfach gemacht: Im Prinzip ist er ein um 20 Zentimeter gekÜrzter C3. So sieht es dann auch mit den Platzverhältnissen hinten aus, eine gewisse Enge macht sich breit. DafÜr ist der Kofferraum mit 228 Litern erträglich groß. 2006 gab es ein Facelift, wovon vor allem die vorderen Sitze profitierten. Vier Airbags und ABS sind immer an Bord, ESP kostet Aufpreis. Auch wenn es den kleinen Franzosen mit bis zu 122 PS gibt, reicht der Basis-Motor mit 60 PS allemal. Es gibt eine "Sensodrive" genannte Halbautomatik, die Gangwechsel mit einer kleinen Denkpause vollzieht. Auch wenn der kleine Franzose schick aussieht, sind ältere Modelle mit Vorsicht zu genießen. Die Motorelektronik versagt hier häufiger, auch die Batterie und der Generator gelten nicht als sonderlich zuverlässig. Da helfen auch gÜnstige Gebrauchtwagenpreise ab 3800 Euro nicht. Neuere C2 gelten als zuverlässiger, sind aber naturgemäß auch teurer.


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Citroen C3: Ente modern

Als der C3 im Jahr 2002 auf den Markt kam, wurde er als Nachfolger des legendären 2CV, besser bekannt als Ente, gefeiert. Gerade bei Frauen kommt der Rundling aus Frankreich gut an, dank seines „Kuppeldachs“ bietet er vorn auch erstaunlich viel Platz. Hinten geht es eng zu, der Kofferraum faßt ordentliche 305 Liter Gepäck. Die Verarbeitung ist mittelmäßig, das kann fÜr Klappergeräusche sorgen. DafÜr ist die Sicherheitsausstattung (6 Airbags mindestens) gut, die Versicherungsprämien sind niedrig. Die Preise starten bei rund 5000 Euro.

Motoren gibt es von 60 bis 109 PS, auch ein Diesel ist im Angebot, rechnet sich aber nur fÜr Vielfahrer. Die automatisierten Automatikgetriebe äSensoDrive“ lassen die Passagiere in den Schaltpausen kräftig nicken, daher sollte man besser den Handschalter nehmen. Bisher verhält sich der kleine Franzose recht unauffällig bei den Hauptuntersuchungen, manchmal hakt die Elektrik. Das kann auch zum Totalausfall fÜhren, zum Beispiel wenn die Wegfahrsperre streikt. Auch ausfallende Blinker werden ebenso wie die Vorderachsen gelegentlich moniert.


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Citroen C5: Stattlich, gÜnstig

Die Mittelklasse von Citroen gibt sich bewusst komfortabel und wird bereits ab 5000 Euro gehandelt. FÜr Menschen mit gesteigertem PlatzbedÜrfnis also durchaus eine Alternative, zumal der C5 beim TÜV eher unauffällig bleibt. Es gab in der Vergangenheit einen RÜckruf wegen schadhafter Kraftstoffleitungen, ansonsten lockt der Franzose mit viel Auto zum erschwinglichen Preis. Sieben Airbags und ESP sind immer an Bord, ab 2004 fährt sogar ein Spurhalteassistent mit. Dank des hydropneumatischen Fahrwerks, ist der C5 eine regelrechte Sänfte, Sportlichkeit geht ihm ab. Motoren sind von 116 bis 207 PS verfÜgbar, fÜr Vielfahrer empfehlen sich die laufruhigen und sparsamen Diesel. Der Kombi hat bis 1650 Liter Stauraum, die Limousine lockt ebenfalls bereits mit 560 Litern Kofferraum.


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Daihatsu Cuore: Ein kleines Herzchen

Daihatsu ist hierzulande wenig bekannt. Schade, denn die Toyota-Tochter baut zuverlässige Kleinwagen. Der Cuore läuft in Deutschland bereits in der 7. Generation und gehört zu den gÜnstigsten Fahrzeugen in der Unterhaltung. Ein Platzwunder ist der Bonsai-Japaner natÜrlich nicht, dafÜr findet man fast immer einen Parkplatz. Die Sitze sind ebenso klein wie das Auto, der Motor schnurrt nur mit drei Zylindern und 61 PS, die Sicherheitsausstattung (zwei Airbags, ABS) ist mager. DafÜr bekommt man einen Cuore aus dem Jahr 2000 schon fÜr etwa 2500 Euro.

Auch der Fahrkomfort ist nur ausreichend, der Cuore hoppelt Über Unebenheiten wie ein Rehkitz. DafÜr fällt er beim TÜV kaum auf. Weil er Überwiegend in der Stadt bewegt wird, leiden Bremsen und Kupplung häufig, manchmal streikt die ZÜndung wegen des Spritzwassers. Vorsicht bei ungepflegten Exemplaren: sie neigen zum Rost. Ansonsten verkauft sich der Mini-Japaner besser als der Durchschnitt beim TÜV.


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Fiat Panda: Clevere Kiste

Der Fiat Panda stand in der ersten Generation fÜr automobilen Minimalismus. Viel erwachsener ist die Neuauflage ab 2003, die auf 3,54 Metern Länge erstaunlich viel Platz bietet. Dank einer verschiebbaren RÜckbank ist der Panda sogar relativ flexibel, der Kofferraum ist mit 208 Litern sehr klein. Nicht mehr zeitgemäß: Bei frÜhen Modellen kostete ABS Aufpreis, nur zwei Airbags sind an Bord, ESP gibt es nur in stärkeren Motoren. Die kleinen Benziner sind etwas schwach auf der Brust, der 75 PS-Diesel relativ teuer. Auf Wunsch ist sogar ein Allradantrieb (Panda 4x4) im Angebot. In Sachen Zuverlässigkeit ist der Italiener Mittelmaß: Die Elektronik zickt gelegentlich, auch die Wegfahrsperre legt den Panda manchmal lahm. Auch die Kraftstoffpumpe arbeitet nicht immer zuverlässig. Trotzdem ist der Panda gerade fÜr die Kurzstrecke bei Preisen ab 4000 Euro eine mögliche Wahl.


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Fiat Stilo

Der Stilo war in Deutschland ein LadenhÜter. Das macht ihn als Gebrauchtwagen relativ gÜnstig ö wenn man denn einen findet. Dabei ist er wesentlich solider als der Vorgänger Bravo und mit 5000 Euro (Baujahr 2001) recht erschwinglich. Innen bietet er relativ viel Platz, die RÜckbank ist sogar verschiebbar. FÜr Menschen mit TransportbedÜrfnissen gibt es den Kombi namens Multiwagon, der allerdings deutlich teurer gehandelt wird. Ordentlich ist die Sicherheitsausstattung: sechs Airbags, ESP und ABS sind immer an Bord.

Weil der Italiener recht schwer ist, hält sich der Fahrspaß in Grenzen. Die Basis mit 80 PS kommt nur recht langsam vom Fleck. Gelegentlich versagt im Stilo die Elektrik, auch Motor und Getriebe sind nicht frei von Aussetzern. Wegen des gÜnstigen Preises ist er aber eine Überlegung wert, auch wenn die Langzeitqualität bei Fiat immer noch nicht erste Wahl ist.


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Ford Fiesta: Nur der Neue Überzeugt

Der Fiesta ist ein Dauerbrenner. Doch bis zur aktuellen Baureihe (JH1) investierte Ford zu wenig in Qualität und Rostvorsorge. Inzwischen ist dieses Problem beseitigt, einen Fiesta aus dem Jahr 2000 gibt es ab etwa 4000 Euro. Durch das Wachstum auf immerhin 3,92 Meter bietet er ordentliche Platzverhältnisse. Ford-Fahrzeuge sind meist eher straff gefedert, das gilt auch fÜr den Fiesta. Das muss man mögen. Die Sicherheitsausstattung ist nur Mittelmaß: ESP gibt es nur fÜr die Diesel oder ab 100 PS aufwärts, teilweise sind nur zwei Airbags verbaut.

Die TÜV-PrÜfer haben (noch) wenig Ärger mit dem Fiesta. Die Dieselmotoren neigen zu defekten Zylinderkopfdichtungen, das kann teuer werden. Also lieber zu den Benzinern greifen, die sind in der Anschaffung auch gÜnstiger. Auch beklagen Fiesta-Besitzer häufig die mangelhafte Verarbeitung. Finger weg von älteren Modellen: sie rosten bereits ab dem 5. Lebensjahr.


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Ford Focus: New-Edge-Design fÜr eine neue Ära

Mit dem Focus läutete Ford eine neue Design-Ära ein. „New Edge“ nannte das Ford 1998. Inzwischen ist bereits die zweite Generation auf den Straßen unterwegs, sie ist aber noch zu teuer fÜr unseren Tipp. Der Focus 1 ist auch keine schlechte Wahl. Er hat ordentlich Platz auf allen Sitzen, einen ausreichend großen Kofferraum und ein agiles Handling, das auch Fahrspaß bringt. Vorausgesetzt, man hat mindestens 100 PS unter der Haube. Die Preise fÜr einen Focus 1 beginnen bei rund 3000 Euro.

NatÜrlich hat auch der Ford seine Schwächen: die Besitzer klagen häufiger Über defekte Getriebe und sich lösende Beschichtungen des Armaturenträgers, auch die Radlager und Stabilisatoren halten nicht ewig. Die Handbremse zieht oft ungleich. Rost wird ab dem 7. Lebensjahr beim TÜV zu einem Thema, also beim Kauf darauf achten. FÜr die junge Familie empfiehlt sich der Kombi, bei Ford Turnier genannt. Er wird allerdings teurer gehandelt als der FÜnftÜrer.


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Ford Fusion: Der Kombi-Fiesta

Der seit 2002 gebaute Fusion steht auf der Plattform des Fiesta. Die kastige Form bietet ordentlich Platz fÜr vier Passagiere und sogar noch einen recht ordentlichen Kofferraum, der zwischen 337 und 1175 Liter Gepäck schluckt. Nachteil des „Schrankwand-Designs“: Der Verbrauch ist deutlich höher als beim rundlichen Fiesta. Motoren gibt es mit einer Leistung von 68 bis 100 PS, ab 6000 Euro ist der Ford Fusion zu haben.

Wie bei Ford Üblich, ist das Fahrwerk sehr straff. Bei der Zuverlässigkeit ist noch alles im grÜnen Bereich, der Fusion erzielt gute Noten beim TÜV. Vereinzelt klagen Besitzer Über Verarbeitungsmängel, wackelnde Sitze oder laute Windgeräusche durch eine schlecht eingepasste Windschutzscheibe. Gelegentlich streikt die Motorelektronik, auch die ZÜndspule war in den frÜhen Jahren nicht immer ohne Fehler.


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Ford Ka: Geht leider gern KA-putt

Der Frauenliebling aus Köln zieht die Blicke auf sich ö kann aber bei der Qualität nicht punkten. Alte Exemplare werden bereits unter 1000 Euro verkauft, dann ist Ärger jedoch im Preis enthalten. In den kleineren Varianten mit 50 und 60 PS fehlte bis 2005 sogar ABS, zudem sind beide Motoren träge und nicht besonders sparsam. Auch eine Servolenkung ist nicht selbstverständlich, darauf sollten Interessenten beim Kauf achten. Der Ka ist klein, das ist angenehm in der Stadt, aber die hinteren Plätze kann man nur Kindern zumuten.

Die Hauptuntersuchung wird bei Ka oft zum teuren VergnÜgen: Rost ist nach sieben Jahren ein Thema, die Vorderachse ist oft bereits nach fÜnf Jahren marode, gleiches gilt fÜr Bremsschläuche und Bremsscheiben. Auch Rost an tragenden Teilen ist nicht selten. So wird der Herzensbrecher zum LadenhÜter.


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Ford Mondeo II: Viel Auto fÜrs Geld

Sie brauchen ordentlich Platz, haben aber nur ein schmales Budget? Dann ist der Ford Mondeo II eine Alternative, der ab Oktober 2000 verkauft wurde. Der Kombi ist beliebt und deshalb deutlich teurer, aber Fließheck und Stufenheck werden bereits zu Preisen ab 3900 Euro gehandelt. DafÜr hat der Mondeo viel Platz, zeitgemäße Motoren und vor allem ein tolles Fahrwerk. Die frÜhen Modelle hatten noch Kinderkrankheiten wie eine fehlerhafte Motorsteuerung bei den Dieseln, defekte Getriebe oder Kupplungen. Bis 2005 ist auch Rost an TÜren und Kofferraumklappe nicht selten. Die Leistung reicht von 90 bis 226 PS, der kräftige ST macht Spaß, bis man die Tankstelle ansteuert.

Der TÜV beklagt häufig ausgeschlagene Vorder- und Hinterachsen, die einseitig ziehende Handbremse oder marode Bremsschläuche. Auch die Scheinwerfer sind nicht immer top. Trotzdem gilt fÜr den Mondeo II: Viel Auto fÜrs Geld.


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Honda Civic: Auffällig unauffällig

Der Civic hat ein sportliches Image und dient bereits Generationen von Tunern als Trainingsgerät. Mit der siebten Generation (Typ ES/EU) ging Honda einen anderen Weg. Er wirkt ein wenig wie ein Van und bietet entsprechend viel Platz. Vier Airbags und ABS sind immer an Bord (außer im Sportmodell Type R), ESP eher selten. Selbst der kleinste Motor hat bereits 90 PS, der Type R kommt auf 200 Pferdestärken. Wegen der langen Übersetzung wirken die Motoren etwas schlapp, dafÜr sind sie zuverlässig und sparsam. Ein Diesel ist ebenfalls im Programm.

Auch fÜr den Civic gilt: gesunde Härte ist Programm. GegenÜber einem Golf IV ist er unkomfortabel. Aber auch deutlich gÜnstiger. Ein Fahrzeug aus dem Jahr 2001 ist ab knapp 6000 Euro zu haben. Wie der kleine Bruder Jazz, ist auch der Civic beim TÜV ein Musterknabe. Besser als der Durchschnitt und mit wenigen Mängeln bei der Hauptuntersuchung.


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Honda Jazz: Hart, aber herzlich

Als Honda den Jazz 2002 auf den Markt brachte, war die Begeisterung groß. Er bewegt sich irgendwo zwischen Kleinwagen und Mini-Van. Entsprechend bietet er auf kleiner Fläche viel Platz. Bis zu 1323 Liter Stauraum sind fÜr ein Fahrzeug dieser Größe rekordverdächtig, zudem punktet der kleine Japaner mit ordentlicher Verarbeitung. Zwei Benzin-Motoren sind im Angebot, die 78 und 83 PS leisten. Klingt viel, aber ein Rennwagen ist der Jazz nicht. Der 1,4-Liter ist dank des größeren Hubraumes etwas flotter.

In der Kritik stand zu Anfang das sehr harte und stokelige Fahrwerk des Honda. 2004 haben die Japaner es nach einem Facelift etwas entschärft, zur Sänfte taugt der Jazz aber trotzdem nicht. DafÜr ist er beim TÜV ein Mängelzwerg, der kaum auffällt. In jedem PrÜfpunkt schneidet er besser als der Durchschnitt ab. Gebraucht gibt es den Jazz ab 5500 Euro. Neu wird er derzeit fÜr unter 10 000 Euro angeboten, ist also auch eine Überlegung wert.


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Hyundai Getz: Guter Durchschnitt

Der Getz war lange Zeit der Bestseller von Hyundai in Deutschland. Das verwundert kaum, denn der Koreaner verbindet ordentlich Platz mit kleinen Preisen. Das gilt auch fÜr gebrauchte Getz, die mittlerweile zu Tarifen ab 3500 Euro bei den Händlern stehen. Interessente sollten zu einem der zahlreichen Sondermodelle greifen, die oft mit guter Ausstattung verwöhnen. Kleiner Makel: ESP gab es erst mit dem Facelift ab 2005. Die Motoren des Getz sind allesamt eher zähe und laute Gesellen, selbst der 1,6-Liter mit 106 PS ist kein Ausbund an Dynamik, Dazu kommen die gefÜhlsarme Kupplung und eine teigige Schaltung, die zwar kein Problem darstellen, den Fahrspaß aber reduzieren.

Beim TÜV fällt der Getz wenig auf, häufiger werden die Scheinwerfer beklagt, auch die Bremsleitungen geben häufiger Anlass zur Kritik. Manche Exemplare fallen durch Ölverlust auf, sonst ist der Koreaner guter Durchschnitt.


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Hyundai Tucson: Muttis Liebling

Vor allem Frauen stehen auf den Hyundai Tucson: Bietet er doch die SUV-Üblichen Attribute wie eine hohe Sitzposition fÜr relativ kleines Geld. Seit 2004 gibt es den Koreaner, der einen variablen Innenraum mit erträglich großen Gepäckreserven (325 bis 805 Liter) kombiniert. Die hinteren Sitze klappen kinderleicht weg. Da der Tucson in der Regel auf Straßen und nicht im Gelände bewegt wird, reicht auch der Frontantrieb, obwohl es ihn natÜrlich auch als Allradler gibt. Zwei Benziner mit 141 und 175 PS gibt es, beide recht durstig vor allem in Verbindung mit der Automatik. Besser weil sparsamer und kräftig im Durchzug sind die Diesel mit 113 und 140 PS, die aber auch deutlich teurer gehandelt werden. Ab 9000 Euro ist das Korea-SUV zu haben.

Beim TÜV fällt der Tucson bisher kaum auf. Lediglich die Beleuchtung wird häufiger moniert, insgesamt schneidet er besser ab als der Durchschnitt.


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Kia Picanto: Irgendwie knuffig

Der Kia Picanto ist winzig. Gerade mal 3,5 Meter kurz hat er Platz fÜr vier Personen, auch wenn es hinten relativ eng zugeht. Noch winziger ist der Kofferraum mit 105 Litern, gerade mal ein Köfferchen ist dort unter zu bringen. Legt man die hinteren Sitze um, wächst der Laderaum auf erstaunliche 868 Liter. Von Beginn an (2004) hat der Koreaner vier Airbags und ABS an Bord, ESP gibt es erst seit kurzem gegen Aufpreis. Eine Klimaanlage bietet nur die teurere EX-Ausstattung. Zwei Motoren stehen zur Wahl, der Benziner mit 65 PS ist laut, zäh und nicht sonderlich sparsam, der Diesel ist besser, aber kaum zu bekommen. Ab 4000 Euro steht der Picanto bei den Händlern.

Bei der ersten TÜV-Untersuchung zeigte der Picanto kaum gravierende Mängel. Die Beleuchtung funktioniert aber nicht immer nach den WÜnschen der PrÜfer. Wer den Kulleraugen des Korea-Minis nicht widerstehen kann, geht kein unkalkulierbares Risiko ein.


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Lancia Ypsilon: Finger weg von älteren Vertretern

Der Lancia Ypsilon ist ein echter Womanizer, der Anteil weiblicher Kundinnen liegt hier deutlich höher als bei anderen Fahrzeugen. Seine freundliche Optik und die oft sehr gute Ausstattung machen ihn zum Luxus-Mini in seinem Segment. Empfehlenswert als Gebrauchtwagen wurde der kleine Italiener aber erst mit der jÜngsten Baureihe (Typ 843) ab 2003, der Vorgänger gilt als extrem unzuverlässig. Unter der schicken Schale steckt der Fiat Punto. Der Ypsilon hat wesentlich weniger Platz, auch der Kofferraum fällt mit 215 Litern nicht Üppig aus. Die besten Motoren sind die Diesel, die sich wegen der Mehrkosten freilich nur fÜr Vielfahrer lohnen. Der TÜV moniert häufiger die Antriebswellen und die Beleuchtung, auch die Steuergeräte der Motoren gelten als nicht immer standfest. Wer einen schicken Kleinwagen sucht, ist bei Preisen ab 5000 Euro mit dem Lancia Ypsilon trotzdem nicht schlecht beraten.


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Mazda 2: FrÜh in Rente

Erst 2003 hat Mazda den 2er auf den Markt gebracht, um bereits Ende 2007 den völlig neuen Nachfolger zu präsentieren. Dabei sieht der vanartige Japaner noch taufrisch aus und verfÜgt durchaus Über innere Werte. Vier Erwachsene sitzen bequem, die Einrichtung wirkt modern und einladend. Der Kofferraum ist mit 270 Litern eher klein geraten fÜr ein Fahrzeug von fast vier Metern Länge. Vorsicht bei älteren Modellen, die teilweise ohne ABS ausgeliefert wurden. Auch Seitenairbags gab es bis 2006 nur in der Top-Version, hier hat Mazda geknausert. Drei Benziner und ein Diesel stehen zur Auswahl, wobei der 1,4-Liter mit 80 PS die beste Wahl ist. Sehr erwachsen gibt sich der Mazda2 beim Komfort, der Über Klassenniveau liegt. Beim TÜV zählt der Japaner zu den Musterknaben, gelegentlich werden entladene Batterien oder Störungen der Motorelektronik vermeldet. FrÜhe Modelle sind fÜr 6500 Euro zu haben.


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Mazda 323: Runde Sache

Der Mazda 323 fällt nicht auf. Das muss aber kein Nachteil sein, denn der Japaner im Golf-Format bleibt auch beim TÜV unauffällig. Gleich zwei Baureihen (BJ und BA) können Gebrauchtwagenkäufer in Betracht ziehen, wobei die neuere Variante wegen der besseren Sicherheitsausstattung die deutlich bessere Wahl ist. Modelle von 1998 sind unter 4000 Euro zu haben, ab Ende 2000 hat der 323 auch Seitenairbags an Bord. Vorn sitzen auch größere Europäer bequem, die RÜcksitze lassen sich in der Länge verschieben, so dass die Wahl zwischen mehr Knie- oder Kofferraum bleibt. Die Stufenheckvariante bietet mehr Laderaum, ist aber selten zu finden.

Motortipp ist der 1,6-Liter-Benziner mit 98 PS, der völlig ausreicht und als zuverlässig gilt. Der 323 scheint Über besonders schmackhafte Kabel zu verfÜgen, die Pannendienste melden häufiger Marderbisse. Beim TÜV ist er hingegen ö wie seine Optik - eher unauffällig. Nur verschlissene Bremsscheiben und die ungleich ziehende Handbremse werden häufiger beanstandet.


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Mazda 626: Nur optisch eine graue Maus

Der Mazda 626 wurde erst mit dem Modellwechsel zum 6 auch optisch etwas mutiger. Aber hinter dem eher schlichten Blechkleid steckt ein solides Auto. Der Typ GF/W, der bis 2002 von den Bändern rollte, bietet ordentlich Platz, bequeme Sitze und meist eine Üppige Ausstattung. Zehn Jahre alte Exemplare werden mit etwa 4500 Euro gehandelt, die Langzeitqualitäten des Japaners haben sich auch bei den Gebrauchtwagenhändlern herumgesprochen. ESP gibt es nicht, vier Airbags sind Serie.

Die Motoren leisten zwischen 90 und 136 PS, die beste Wahl ist der mittlere Benziner mit 115 PS. Leise sind alle drei nicht, dazu ist der 626 relativ straff gefedert. Bei älteren Modellen klappert gern die Plastikverkleidung im Innenraum, verbaute Schiebedächer schließen oft schlecht. Der Zahnriemen ist empfindlich, man sollte die Wechselintervalle peinlich genau einhalten und auch beim Kauf auf regelmäßige Wartung achten.


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Mazda MX-5: Sorglos „Oben ohne“

Der Traum vom Cabrio kann durchaus erschwinglich sein: mit dem MX-5 hat Mazda 1990 bereits den Nerv der Zeit getroffen, mittlerweile rollt die dritte Generation des puristischen Roadsters auf unseren Straßen. Die ersten beiden taugen auch fÜr den schmaleren Geldbeutel. Ab 4000 Euro ist die erste Baureihe (NA) in gepflegtem Zustand zu haben, die zweite Generation (NB) steht ab 7500 Euro bei den Händlern. Allerdings: Nutzwert bietet der MX-5 nicht. Der Kofferraum ist winzig (144 Liter), nur zwei Sitzplätze, hartes Fahrwerk.

Aber der Spaßfaktor ist ungemein hoch. Der MX-5 fährt sich wie ein Go-Kart, eine herrlich direkte Lenkung und eine knackige Schaltung wecken den Schumi im Fahrer (oder der Fahrerin). Das Dach ist so einfach wie genial: Hebel lösen, nach hinten werfen, fertig. Selbst die erste Generation ist beim TÜV ein gern gesehener Gast, auch wenn sie mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat. Auch die beim NA verbauten Klappscheinwerfer sind nicht auffällig. Gelegentlich brennen Zylinderkopfdichtungen durch. FÜr Fahranfänger gilt die Regel: Cabrios sind teurer in der Versicherung.


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Mazda6: Ohne AllÜren

Der Mazda6 absolvierte den 100.000-Kilometer-Dauertest bei Auto Bild ohne Probleme und steht ohne Mängel ganz oben in der Rangliste der Fachzeitschrift. Das sagt eine Menge aus Über die Qualität des Japaners. Allerdings wird vereinzelt Kantenrost vermeldet ö selbst bei jÜngeren Modellen. Ansonsten bietet der 6er reichlich Platz, ordentlich Komfort und als Kombi ein herrlich einfach klappendes System fÜr die RÜckbank. Der Kombi ist beliebt und deshalb deutlich teurer, die Limousine wird ab 7000 Euro fÜr ein 2002er-Modell gehandelt.

Die Motoren sind bis auf den 260 PS-Turbo (MPS) eher schlapp, die Diesel sparsam und kräftig, aber nicht leise. Ärger beim TÜV kennt der Mazda6 kaum, nur die falsche Einstellung des Lichts wird manchmal kritisiert.


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Mercedes A-Klasse: Sternfahrer

Auch wenn die Mercedes A-Klasse 1997 beim so genannten Elchtest umgekippt ist, verbirgt sich hinterm Stern ein sicheres Auto mit erstaunlich viel Platz fÜr die Größe. Seit dem „Umfaller“ haben alle A-Klassen ESP serienmäßig an Bord, dazu ABS und vier Airbags. Ältere Exemplare werden inzwischen um 4000 Euro (Baujahr 1997) gehandelt, einen Mercedes-Zuschlag mit einkalkuliert. Bei ihnen muss man mit verschlissenen Oberflächen im Innenraum rechnen, die bis zum Facelift im Jahr 2000 Mercedes-Qualität vermissen ließen.

Beim TÜV werden häufiger die Lagerung der Längslenker an der Hinterachse beanstandet, sonst ist der kleinste Benz recht solide. Generell gilt: je neuer, desto besser, denn Mercedes hat Schwächen systematisch ausgemerzt. Besitzer kritisieren die gelegentlich ausfallende Tankuhr und Überhitzungen durch einen defekten KÜhlerlÜfter, der wegen der fehlenden Anzeige unbemerkt bleibt. Wer viel Platz benötigt: es gibt eine Langversion der A-Klasse, die vor allem den Fondpassagieren deutlich mehr Platz beschert.


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Mini: Mamas Liebling

Bevor das Herz höher schlägt, eine Warnung: der Mini ist teuer, klein und die Qualität ist nicht die beste. Weil das aber die Neuwagenkäufer nicht abschreckt, haben wir ihn als Tipp mit aufgenommen. Seit 2001 ist der Brite unter bayrischer Regie ein Herzensbrecher, insbesondere Frauen schätzen den Kleinen. Fahrspaß bringt er jede Menge, direkte Lenkung und Go-Kart-GefÜhl inklusive. Auch bei der Parkplatzsuche ist er immer ganz vorn dabei.

Von seinem treuen Blick sollte man sich nicht täuschen lassen. Der Mini heißt nicht nur so, er ist es auch. Die hinteren Plätze sind allenfalls kindgerecht, der Kofferraum mit 150 Litern ein großes Handschuhfach. Vorn sitzt es sich bequem, die verspielte Bedienung ist Geschmackssache. Nicht aber die Verarbeitung, die zu Premiumpreisen nicht Premium ist. Auch in der Werkstatt ist der Mini kein Billigheimer. Der TÜV bemängelt teilweise Öl am Antriebsstrang, falsch eingestellte Scheinwerfer, verschlissene Bremsen und Spiel in der Lenkung. Wer einen Mini möchte ö und ihn möchten viele ö muss fÜr ein 2001er-Modell mindestens 7000 Euro kalkulieren.


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Mitsubishi Carisma: Auffällig ist nur der Name

Carisma bedeutet im eigentlichen Sinne Ausstrahlung. Genau die fehlt dem Japaner, was ihn bei den Kunden durchfallen ließ. Dabei hat er durchaus seine Qualitäten, zum Beispiel reichlich Platz fÜr bis zu fÜnf Personen und bis zu 480 Liter Kofferraum. Beim Fahrverhalten gibt sich der Carisma bieder, dafÜr hatte er ab 1997 als erstes Serienauto Überhaupt einen Benzindirekteinspritzer. Der sollte Benzin sparen, was allerdings nur gelingt, wenn der Fahrer extrem gefÜhlvoll mit dem Gaspedal umgeht. Außerdem gelten die GDI-Motoren nicht als problemfrei, bei älteren Exemplaren litten die Ventile unter der Einspritztechnik. Bereits ab 1500 Euro gibt es den Carisma, fÜr Fahranfänger also durchaus eine Überlegung wert.

Rost ist beim Carisma selten, dafÜr fällt er beim TÜV häufiger mit Ölverlust und ausgeschlagenen Achsen auf. Bei Siebenjährigen ist die Fußbremse oft ein Thema, auch der Auspuff muss beim Kauf genau unter die Lupe genommen werden.


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Mitsubishi Colt: Die alten Modelle rosten

Der Mitsubishi Colt gab frÜher den klassischen Kleinwagen. Das gilt vor allem fÜr den Typ CJ0, der bis 2004 gebaut wurde. Ihn gibt es nur mit drei TÜren, innen ist er eher trist gestaltet, das Fahrwerk ist sportlich straff. Ab der dritten HU droht Rost, der Auspuff ist anfällig. DafÜr gelten Mechanik und Bremsen als standfest. Ältere Exemplare gibt es bereits ab rund 1000 Euro, beim Kauf sollte aber genau auf Korrosion geachtet werden.

Ganz anders kommt der Typ 230 daher, der mit seiner vanartigen Form deutlich mehr Platz gewährt und sich die Technik mit dem Smart Forfour teilt. Der bietet als Drei- oder FÜnftÜrer sowie als Klappdach-Cabrio fÜr jeden Geschmack etwas, im FÜnftÜrer ist sogar die RÜckbank verschiebbar. Dazu kommt ein knackiges Fahrwerk. Die Motoren leisten zwischen 75 und 150 PS (CZT, nur als DreitÜrer), die Preise beginnen bei 6000 Euro. Beim TÜV fällt der neue Colt wegen schnell verschleißender Bremsen auf, außerdem zieht die Handbremse oft einseitig. Auch die Einstellung der Scheinwerfer wird häufiger bemängelt. Ansonsten ist der Japaner eine sichere Alternative fÜr preisbewusste Fahrer.


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Nissan Almera: Probleme Mangelware

Der Nissan Almera glänzt nicht durch aufregendes Design. Das gilt fÜr beide Baureihen N15 und N16. Erstgenannter ist beim TÜV häufiger durch lockere Dichtungen bekannt, wesentlich gravierender sind die KanalbrÜche am ABS-System, auch die Kupplung macht häufiger schlapp. Mit 4,14 Metern Länge ist der Sunny-Nachfolger schon recht groß, das wirkt sich positiv auf die Platzverhältnisse aus. Die Dieselmotoren gelten als wenig standfest ö also Finger weg. Die Preise starten bei 2000 Euro.

Noch einmal vier Zentimeter länger ist die Baureihe N16. Hier fahren auf jeden Fall vier Airbags mit, ESP war den teuren Ausstattungsvarianten vorbehalten. FÜr ein Fahrzeug dieser Klasse sind die Sitze zu klein, das schränkt den Langstreckenkomfort ein. Im Gegensatz zum Vorgänger sind hier die Diesel nicht nur kräftig, sondern auch haltbar. Schwerwiegende Mängel beklagt der TÜV kaum, der Almera ist zu Preisen ab 5500 Euro (Baujahr 2001) also keine schlechte Wahl.


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Nissan Micra: Runde Sache

Der Micra mit seinen kessen Rundungen ist ein wahrer Liebling der Frauen. FÜr Gebrauchtwagenkäufer sind sowohl der Typ K11, der bis 2002 gebaut wurde, als auch der aktuelle K12 eine Überlegung wert. Der Kugelrunde K11 ist dabei bereits ab 1200 Euro im Angebot, solide Exemplare werden dreimal so teuer gehandelt. Vorn ist ordentlich Platz, hinten ist der alte Micra eng. Der Kofferraum schluckt bescheidene 206 Liter. Bei der Probefahrt sollte man auf den Zustand der Sitze achten ö sie sind oft durchgesessen, weil dÜrftig gepolstert. Bei der TÜV-Untersuchung fällt der Kugelblitz wegen schlechter Beleuchtung, schlechter Bremswirkung an der Hinterachse und rostiger Bremsleitungen auf.

Das ist beim Nachfolger alles noch kein Thema. Er ist aber maximal fÜnf Jahre alt und kostet gebraucht mindestens 5900 Euro. Neu ist er unter 10 000 Euro zu haben, also grÜndlich kalkulieren. Dank seines Kuppeldachs hat der Micra Typ K12 ordentlich Platz und sogar hinten und mit 240 Litern einen reisetauglichen Kofferraum. Die Dieselmotoren neigen zu Ölverlust am Motor und werden gelegentlich beim TÜV moniert, auch die Elektrik arbeitet nicht immer zuverlässig. Ansonsten ist der knuffige Kleine eine Empfehlung wert.


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Nissan X-Trail: Vorsicht bei den Dieseln

Seit 2001 gibt es den Nissan X-Trail, ältere Exemplare sind inzwischen auch mit kleinem Budget ö das heißt ab 7500 Euro ö erschwinglich. DafÜr hat der Japaner reichlich Platz und dank Einzelradaufhängung fährt er sich fast wie ein normaler Pkw. Wer die RÜckbank umlegt, kann bis zu 1841 Liter Gepäck verstauen. Wirklich geländetauglich ist der X-Trail trotz Allrad und Mitteldifferenzial nicht. Die Benziner gelten als solide. Zwar ist der Zweiliter schlapp und nicht sparsam, aber er geht in der Regel nicht kaputt. Besser ist der 2,5-Liter, der deutlich flotter zu Werke geht. Der 2,2-Liter-Diesel (114, später 136 PS) wäre eigentlich der ideale Motor, hier klagen Besitzer aber immer wieder Über Probleme mit Getriebe und Einspritzpumpen.

Die Hinterachse und Ölverlust an Motor und Antrieb fallen beim TÜV häufiger auf, sogar bei neueren Modellen. Auch die Scheinwerfer gelten als Schwachpunkt. Sonst gilt der X-Trail als solide.


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Opel Astra

Mit dem Astra E und F hat Opel einst seinem Image grÜndlich geschadet: beide litten unter erheblichen Qualitätsmängeln und auch noch heute leiden die RÜsselsheimer unter dieser SÜnde. Der ab 1998 gebaute Typ G ist deutlich besser und bietet fÜr jeden Geschmack etwas: Fließ- und Stufenheck, Kombi (bei Opel Caravan genannt), Coup? und Cabrio. Letztere sind gebraucht echte Raritäten und schwer zu bekommen. Ähnlich groß ist die Auswahl bei den Motoren, deren Leistung von 65 bis 200 PS reicht. Die Preisspanne liegt zwischen 2500 und 18 000 Euro.

Auch der Astra G hat natÜrlich seine Schwachpunkte. Häufig bemängeln die PrÜfer Lenkungsspiel und die Achsen. Auch die Wirkung der Fußbremse auf die Hinterräder ist nicht immer, wie sie sein sollte. Die Halter beklagen außerdem häufiger gerissene AuspuffkrÜmmer, quietschende Bremsen und undichte Fensterdichtungen.


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Opel Astra TwinTop

Bei gutem Wetter offen fahren, bei Regen einfach das Stahldach zuklappen, dazu winterfest: Das ist das Erfolgsprinzip der Klappdach-Cabrios, der mit dem Peugeot 206 CC begonnen hat. Seit 2004 hat auch Opel mit dem Twintop einen Vertreter in diesem Segment, und der macht seine Sache nicht schlecht. Zwar haben nur zwei Personen Platz im RÜsselsheimer, aber dafÜr schluckt er bei geschlossenem Verdeck mit 440 Litern ordentlich was weg. Das Öffnen des Daches dauert gerade mal 18 Sekunden, nachdem zwei Griffe am Fensterrahmen geöffnet wurden. Auch der Komfort ist ordentlich. Der offene Opel hat seinen Preis, bei 9500 Euro geht es los.

Das Blechdach wird gelegentlich undicht, die Hydraulik lärmt manchmal. Dann muss das Dach nachjustiert werden. Beim TÜV ist der TwinTop ein ordentlicher Kandidat, allerdings werden die Vorderachse und Ölverlust in Einzelfällen beklagt.


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Opel Corsa: Das hohe C

Ab 2000 baute Opel die dritte Generation des Stadtflitzers Corsa und legte deutlich bei der Qualität zu. Während der Vorgänger noch als Klapperkiste bekannt war, sind im Corsa C die Materialien besser, der Platz wuchs ebenso wie der Komfort. FÜr längere Strecken sollten es aber mindestens 75 PS sein, der Basis-Motor mit 58 oder später 60 PS hat MÜhe mit dem Gewicht des Fahrzeuges. Die Preise starten bei 4500 Euro und reichen bis Über 12 000 Euro.

Viele Corsa werden fast ausschließlich in der Stadt genutzt. Das geht zu Lasten von Batterie und Auspuff, die schneller altern als in anderen Fahrzeugen. Auch gelegentlich streikende Zentralverriegelungen und der Ausfall der Servolenkung werden vermeldet. Ansonsten scheint der Corsa ein solider Vertreter seiner Zunft und bietet zudem gÜnstige Unterhalts- und Reparaturkosten.


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Opel Meriva: Der Siegertyp

Der Opel Meriva ist der erste Opel, der im Autobild TÜV Report ganz vorne landete. Allein dafÜr gebÜhrt ihm Aufnahme in diese Liste, auch wenn er mit Preisen ab 8500 Euro (Baujahr 2003) das Portemonnaie relativ stark belastet. Der Mini-Van punktet nicht nur mit guter Qualität, sondern ist auch flexibel nutzbar. Die hinteren Sitze lassen sich in Länge und teilweise Breite verschieben, der Kofferraum fasst je nach Position der Sitze zwischen 330 und 533 Litern, bei umgeklappter RÜckbank sogar 1308 Liter. Das alles auf einer Länge von nur 4,04 Metern.

Die Motorenauswahl ist groß, von 75 bis 179 PS (OPC) ist alles zu haben. Eine gute Wahl ist der 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS, der flott und nicht zu durstig zu Werke geht. Als Sieger aller Klassen ist die Mängelliste kurz. Halter beschweren sich manchmal Über Elektronikprobleme, der TÜV attestiert dem Meriva in allen Kategorien bessere Werte als der Konkurrenz.


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Opel Vectra C: Mittelmaß zum Schnäppchenpreis

Bei den Kunden war der Opel Vectra C kein Verkaufsschlager. Dabei hat er alles, was fÜr komfortables Reisen nötig ist. Die Auswahl ist groß, es gibt die RÜsselsheimer Mittelklasse als Fließheck, Stufenheck, Caravan oder gar als Nobelableger Signum. Der Kombi ist wegen seiner Transportqualitäten mit bis zu 1850 Litern Stauraum gefragter und deshalb teurer, wer sparen will, greift zur Limousine. Die Motorenauswahl ist riesig, Vielfahrer wählen einen der Diesel, bei denen allerdings nicht immer ein Dieselpartikelfilter dabei ist. Also nachfragen. 2002er-Vectra werden fÜr weniger als 5000 Euro verkauft.

Der RÜsselsheimer zeigt beim TÜV eine klare Schwäche: Das Lenkungsspiel ist bei einigen Fahrzeugen sogar schon bei der ersten HU zu groß. Auch gilt die Auspuffanlage nicht als sonderlich standfest. Ansonsten verkauft sich der Vectra durchschnittlich gut bei den PrÜfern.


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Peugeot 206: Herzensbrecher nicht ohne Schwächen

Mit dem 206 gelang Peugeot ein großer Wurf. Zwischenzeitlich war der charmante Franzose das meistverkaufte Auto in Europa ö noch vor dem Golf. Das lag vor allem an seinen schicken Rundungen, die mit ausreichend Platz und vielen verfÜgbaren Motoren kombiniert wurden. Dazu kommen gleich drei Karosserievarianten, wobei besonders der CC mit versenkbarem Klappdach eine regelrechte Welle vergleichbarer Fahrzeuge auslöste. Der Kombi, bei Peugeot SW genannt, bietet außerdem sogar Platz fÜr die (Klein-) Familie.

Doch ohne Schwächen kommt auch der 206 nicht daher. Das Armaturenbrett aus schnödem Hartplastik klappert gern, auch die ZÜndspulen oder fehlerhafte Wegfahrsperren können fÜr unliebsame Überraschungen sorgen. Beim CC streikt schon mal das Dach aufgrund defekter Hydraulik, auch gibt es Klagen Über undichte Dichtungen. Der TÜV hat bei älteren Fahrzeugen fÜnf wesentliche Mängel auf der Agenda: Vorderachse, erhöhter Ölverlust, Beleuchtung und den Auspuff. Die Preise sind relativ hoch, unter 3000 Euro ist ein neun Jahre alter 206 kaum zu haben. DafÜr bietet er ordentlichen Komfort, besonders die moderneren Diesel sind zudem sehr sparsam.


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Renault M?gane II: Kantiger Golf-Konkurrent

Der Renault M?gane scheidet die Geister: wegen seiner ungewöhnlichen Form samt BÜrzelheck fand er in Deutschland wenig Käufer, das drÜckt auch die Gebrauchtwagenpreise. So ist er als FÜnfjähriger bereits unter 7000 Euro zu haben. Vorbildlich ist die Sicherheitsausstattung mit acht Airbags, ESP und ABS. Auch der Komfort kommt nicht zu kurz, kritikwÜrdig sind allerdings die gefÜhllose Lenkung und die zu kurzen Sitze. FÜr Familien gibt es den Van Sc?nic, ein Klappdach-Cabrio ist ebenfalls im Angebot. Beide sind deutlich teurer.

Ein Mängelzwerg ist der M?gane nicht: selbst bei neueren Modellen streikt öfter die Elektrik oder die Elektronik, dann geht gar nichts mehr. Auch kritisiert der TÜV häufiger als im Durchschnitt die Beleuchtung und die Bremsen. Reichlich Auswahl bietet der Franzose bei den Motoren, die Palette reicht von 82 PS (Diesel) bis zu 224 PS (Sport).


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Seat Ibiza: Zuverlässiger Polo-Bruder

Ibiza ö klingt nach Urlaub und Sonne. Der spanische Polo-Bruder (Typ 6K) lässt auch beim TÜV durchaus Urlaubs-GefÜhle aufkommen. Die Technik stammt weitgehend aus dem VW-Regal und ist Überwiegend zuverlässig, auch wenn sich der Ibiza die Schwächen mit dem Polo teilt. Besonders nach der Überarbeitung 1999 ist das Fahrzeug eine Empfehlung wert, die Preise beginnen bei 3500 Euro. DafÜr gibt es ordentlichen Komfort und je nach Modellvariante auch reichlich Platz. Das Stufenheckmodell Cordoba hat einen großen Kofferraum, der Kombi Vario taugt auch als Lastesel.

Riesig ist auch die Motorenpalette: sie reicht von 45 bis 156 PS. Flott und gut motorisiert ist der Ibiza mit dem 1,6-Liter-Benziner mit 75 PS, die Diesel mit 90 oder 110 PS machen den Spanier fast schon zum Sportwagen und rechnen sich nur fÜr Vielfahrer. Probleme bereiten Wasserverluste durch undichte Schläuche, die ZÜndung und der Zahnriemen. Wenn er reißt, drohen teure Motorschäden. Der TÜV kritisiert zudem häufig die Beleuchtung und den Auspuff.


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Skoda Fabia

Noch ein Vertreter, der VW-Technik zu gÜnstigeren Preisen offeriert und seinen Konzernbruder Polo sogar in Sachen Qualität abhängt. Optisch brav - innen wie außen - ist der kleine Tscheche sehr solide konstruiert und lässt nichts vermissen, was man zum Autofahren benötigt. Die Preise beginnen bei 4000 Euro fÜr ein Modell von 1999, der Kombi wird stets etwas teurer gehandelt, bietet dafÜr er aber auch einen ausreichend großen Kofferraum.

Mit der Polo-Technik hat Skoda auch die Macken aus dem VW-Konzern Übernommen: defekte Fensterheber, der oft fehlerhaft arbeitende Luftmassenmesser, lose Schlauchschellen und eine gestörte Motorsteuerung können das FahrvergnÜgen einschränken. Der TÜV muss gelegentlich die Vorderachse und die Scheinwerfer kritisieren. Finger weg vom Vorgänger Felicia. Er ist billig, technisch aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit und sehr anfällig.


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Skoda Octavia

Fast schon Mittelklasse-Dimensionen bei Preisen unter Golf-Niveau ö mit diesem Konzept fuhr der Octavia seit 1997 in die Erfolgsspur. Zu Recht, denn der Octavia bietet reichlich Platz fÜr fÜnf Personen und einen riesigen Kofferraum (528 Liter). Wer den Kombi (bei Skoda Combi) wählt, kann sogar 1512 Liter verstauen. Auch die Motoren kommen aus Wolfsburg und haben zwischen 75 und 180 PS. Eine gute Wahl ist der 1,6-Liter-Benziner mit 100 bzw. 102 PS oder der 90 PS-TDI.

Die Technik im Octavia stammt aus dem Golf IV, so teilt sich der Tscheche auch die Schwächen mit dem Wolfsburger. Luftmassenmesser, elektrische Fensterheber oder die Spiegelverstellung sind typische Mängel, die sich aber gÜnstig beheben lassen. Teuer wird es bei einem gerissenen Zahnriemen ö also unbedingt Wechselintervalle beachten. Bei der Hauptuntersuchung fallen ab dem fÜnften Lebensjahr die Hinterachsen negativ auf, auch die Scheinwerfer, der Auspuff und die hintere Bremse kommen nicht immer ohne Beanstandung durch. Trotzdem ist der Octavia bei Preisen ab etwa 3500 Euro eine gute Wahl als Gebrauchter.


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