
Autofahren ist teuer und bei steigenden Spritpreisen wird es auch nicht billiger werden. Und Mobilität ist zunehmend gefragt. Arbeit in Bremen, die Freundin in München: In Zeiten knapper Jobs nicht ungewöhnlich. Eine günstige Alternative zur Fahrt mit der Bahn oder dem Flug kann die Fahrt über eine Mitfahrzentrale sein. Und zwar für den Autobesitzer und den Mitfahrer. Fast alle Mitfahrzentralen im Netz funktionieren nach dem gleichen Muster. Ob Fahrer oder Mitfahrer, erst einmal muss man sich auf einer Website registrieren. In einer Suchmaske kann unter Angabe der Fahrtstrecke eine Mitfahrgelegenheit angeboten oder gesucht werden. Neben Angaben zu Abfahrtszeit, Treffpunkt und Fahrzeug findet man auch Kontaktdaten, Fotos und eine Bewertung der Fahrer. Dazu häufig auch Infos zu dessen Fahrstil oder Musikgeschmack. Vor bösen Überraschungen ist man so meist gefeit.
Die Bewertungen auf den Internetseiten bieten eine gute Orientierung. Schwarze Schafe werden in der Regel schnell gesperrt. Raucher oder Nichtraucher, Frau oder Mann als Fahrer oder Passagier, viel oder wenig Gepäck - die Grundbedingungen für die gemeinsame Fahrt lassen sich vorher klären. Fahrer sollten sich die Personalausweise der Mitfahrer besser zeigen lassen, dies gilt besonders bei Auslandsreisen. Denn im Zweifel besteht die Gefahr, etwa als Schleuser verdächtigt zu werden. Mitfahrer, die sichergehen wollen, lassen sich vor Fahrtrantritt Namen mit Personalausweisnummer und Autokennzeichen geben und hinterlegen diese bei einem Dritten.
Für den reibungslosen Ablauf der Fahrt sollten gewisse Regeln eingehalten werden. Regel Nummer 1: Vor allem natürlich Pünktlichkeit. Dazu Sauberkeit und Fairness. Schließlich haben beide Parteien ein gemeinsames Ziel, wollen es ohne Probleme erreichen. Ob einer die Fahrt über schlafen oder mit dem Laptop arbeiten will - kein Problem, solange sich niemand gestört fühlt. Die Kosten für die Dienste der großen Internet-Anbieter sind meistens kostenlos. Sie finanzieren sich in der Regel über Werbung, nicht über Vermittlungsgebühren.
Ein Wort zu den Preisen: Sie sind nicht immer gleich, hier hilft tatsächlich nur der direkte Vergleich. Normalerweise legt den Preis für die Fahrt der Fahrer fest, sie können natürlich auch verhandelt werden. Anhaltspunkt: Ein Euro pro zehn Kilometer. Die Strecke von Hannover nach München, rund 630 Kilometer, kostet also etwa 63 Euro. Fahren zwei mit, macht es pro Nase nur noch 31,50 Euro. Bei einem Unfall sind alle Mitfahrer über die Haftplichtversicherung des Fahrzeughalters oder die des Unfallgegners versichert. (bmp/Foto:TU Berlin)
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