Peugeot 308 CC: Galanter Gleiter

Für einen Autobauer ist es ein gewisses Privileg, sich Trendsetter nennen zu dürfen. Peugeot hat einst mit dem 206 CC einen echten Trend kreiert - das Coupé Cabriolet mit einem Metall-Klappdach, das im Sommer Cabrio-Freuden bereitet, im Winter mit einem festen Dach wie ein normaler Pkw funktioniert. Inzwischen haben die Franzosen mit dem 308 CC bereits das vierte Modell der CC-Historie im Angebot. Damit ist die 308-Familie komplett: Nach 308 Limousine und 308 SW sowie dem bestätigten Coupé RC Z kommt jetzt das 308 Coupé-Cabrio mit Metallklappdach.

Bis zur flachen Windschutzscheibe - die mit einer Chromumrandung veredelt wird - teilt sich der 308 CC die Front mit den geschlossenen Brüdern. Dahinter finden vier Personen Platz, das Faltdach verschwindet auf Knopfdruck binnen 20 Sekunden unter der Heckklappe. Das funktioniert bis zu einem Tempo von zwölf km/h. Auf Wunsch können sich die Passagiere das Schauspiel auf einem Klapp-Monitor (optional) auf dem Armaturenträger ansehen. Der Kofferraum schrumpft während der Metamorphose von 403 auf 226 Liter Volumen, das sind zwischen 22 und 53 Liter mehr als beim Vorgänger. Weil sowohl die Spur breiter geriet und der 308 CC auch in der Länge im Vergleich zum Vorgänger 307 CC zulegte, haben insbesondere die Fondpassagiere mehr Platz. Menschen bis 1,70 Größe sitzen ordentlich, das ging im alten 307 CC nicht. Am Heck sorgen künftig schräge LED-Leuchten für Signalwirkung, das Hinterteil wirkt nicht mehr so pummelig wie beim Vorgänger. Generell haben die Designer es geschafft, dem 308 CC deutlich mehr Leben einzuhauchen als dem etwas biederen 307. Die Karosserie geriet deutlich steifer, der Qualitätseindruck ist besser als früher.

Auch in Sachen Sicherheit legt die Coupé-Cabrio-Variante des Peugeot 308 die Messlatte höher. Zu Front- und Seitenairbags gesellen sich jetzt auch Kopfairbags, die besonders guten Schutz bieten sollen. Besteht das Risiko eines Überschlags, schießen die pyrotechnisch ausfahrbaren Überrollbügel binnen Millisekunden hervor und schaffen zusammen mit den speziell konzipierten A-Säulen wichtigen Überlebensraum. ABS und ESP sind Serie. Neu ist auch das "Airwave" genannte Belüftungssystem, das den Passagieren auf den Frontsitzen warme Luft um die Ohren bläst - das kennen wir bisher nur vom Mercedes SLK bzw. seinem großen Bruder Mercedes SL. In den günstigeren Varianten kostet der Nackenföhn 780 Euro - Windschott inklusive. Den Antrieb übernimmt entweder der 150-PS-Benziner aus der Kooperation mit Mini oder der bekannte Zweiliter-HDi mit 140 PS. Weil Peugeot zum Start aber nur Euro 5-taugliche Motoren anbieten will, ist zu Anfang nur der Diesel zu haben, der saftige 27.750 Euro kostet. Den günstigeren Einstieg bietet der 120 PS-Benziner in der Linie Tendance ab 25.800 Euro - Klimaanlage und CD-Radio bereits inklusive. (bmp/Foto: Peugeot)



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